Eberesche löst manche Nierensteine

Dieser einheimische Baum wird nur mittelgroß, hat gefiederte Blätter, weiße Blütendolden und leuchtend rote Früchte. Seine Verwandten Speierling, Mehlbeere und Elsbeere sind ebenso wie er dem nordischen Klima angepasst. Frost und Wind vertragen sie, Hitze und Trockenheit nicht so gut. Das Holz kann gedrechselt werden.

Eberesche Wuchs
Eberesche ausgewachsener Baum, im Hintergrund Güterwagen, Foto: anna

Die Früchte der Eberesche heißen auch Vogelbeeren. Sie gelten als leicht giftig, sind sie aber nur ungekocht. Außerdem macht es die Dosis, geringe Mengen lösen Ablagerungen im Urinalsystem, größere Mengen ungekochter Früchte erzeugen Magen- und Darmbeschwerden. Manchmal wird empfohlen, die Ebereschen erst nach dem ersten Frost zu ernten, dann hat sich der Bitterstoff in leicht süßlich umgewandelt. Das ist prima für Kompott oder Marmelade, falls die Vögel noch Beeren übrig gelassen haben.

So schmeckt mir die Eberesche

Ich verwende mit Absicht die bitteren Beeren. Denn daraus mache ich Eberesche/Birnen Saft und Gelee. Diese Kombination schmeckt süß/herb. Und ich kenne mehrere Menschen die diesen Geschmack unwiderstehlich finden. Rezept:

  • Früchte mit Wasser bedeckt weich kochen, dann durch ein Sieb mit Tuch ablaufen lassen. Geht über Nacht am Besten. Nur abgetropft ist der Saft klar und hat eine wunderschön rötliche Farbe. Wenn man das Tuch ausdrückt, wird der Saft cremiger, aber trüber.
  • Mit der doppelten Menge Birnen, klein geschnitten, mit Wasser bedeckt, ebenso verfahren oder fertigen Birnensaft kaufen.
  • Pro 100 ml Ebereschensaft, 200 ml Birnensaft und 100 g Zucker zufügen. Aufkochen und abfüllen.
  • Für Gelee statt normalem Zucker Gelierzucker verwenden.

Den Saft verwende ich im Winter wie einen Grog, ein Schnapsglas Saft in einem Pott heißem Wasser. Den Gelee liebe ich dünn auf ein Brot mit Quark oder Mascarpone gestrichen.

So wirken die Bitterstoffe der Eberesche

Eberesche rote Dolde
Eberesche, reife Dolde foto: anna

Vogelbeeren enthalten Bitterstoffe, Säuren und Gerbstoffe und eine Menge Vitamin C und Provitamin A. Die Kombination dieser Zutaten löst Calciumoxalat und Urinstein. Wenn zuviel feste Stoffe in zu wenig Flüssigkeit gelöst sind, fallen sie aus, kristallisieren. Wer zu wenig trinkt oder bedingt durch Krankheit oder Medikamente zu wenig Durchfluss in der Niere hat, riskiert Ablagerungen in der Niere selbst (Nierengrieß oder -steine), in den Harnleitern, in der Prostata und Blase.

Solche Ablagerungen können verschiedene Zusammensetzung haben. Je nach dem welche chemische Formel ihnen zu eigen ist, sind die Wirkstoffe der Eberesche in der Lage diese Ablagerungen wieder aufzulösen. Auch dann braucht es Flüssigkeit zum Abtransport. Also heißt die Devise viel trinken, Milchprodukte und Magensäureblocker meiden. Denn Letztere sind kontraproduktiv.

Zusätzliche Möglichkeit ist eine Birkenblätterkur. Tees aus Bärentraubenblättern (Blasenentzündung), Goldrute, Weidenröschen, Brennnessel sind hilfreich zum Durchspülen des Urinalsystems. Lecker und unterstützend sind Pastinake, Löwenzahn, Estragon, Mädesüß oder Cranberry im Essen. Genügend zu Trinken ist die beste Vorsorge, siehe auch Wasser Quelle der Lebendigkeit.

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